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Die Rechtsanwaltschaft ist zurzeit starken Veränderungen unterworfen. Ehemals unumstößlich Geltung beanspruchende berufsrechtliche Grundsätze werden sowohl vom deutschen, als auch vom europäischen Gesetzgeber, vor allem aber durch die ökonomische Entwicklung mehr und mehr aufgeweicht.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich unter diesen Voraussetzungen mit den Perspektiven der kleinen und mittelständischen Rechtsanwaltskanzleien, in denen in Deutschland die überwiegende Mehrheit der Rechtsanwälte ihrem Beruf nachgeht. Maßgebliche Veränderungen haben in den letzten zwanzig Jahren in erster Linie Rechtsanwälte erlebt, die mit der Beratung großer Mandate betraut waren. Die so entstandenen Großkanzleien haben sich veränderten Anforderungen der Mandanten und einer schärferen Konkurrenz schon weitgehend gestellt. Doch dass die deutsche Anwaltschaft als Ganzes durch diese Veränderungen erfasst wird, nimmt sie in ihrer vollen Tragweite erst sehr bedingt wahr und fürchtet neben einer aufkommenden Konkurrenz vor allem den Verlust des durch Jahrhunderte geprägten Berufsbildes.
Diesen drohenden Verlust vor Augen stellt sich die Anwaltschaft vielen Veränderungen zunächst entgegen, um letztlich meist doch einlenken zu müssen, da auch sie sich ökonomischen Zwängen dauerhaft nicht entziehen kann. Vielleicht geht der Blick dafür, wie diese Entwicklung im Sinne der Anwaltschaft zu beeinflussen ist, bei der jeweils am Einzelproblem verhafteten Sichtweise verloren.
Mit der vorliegenden Arbeit soll versucht werden, einen Weg aufzuzeigen, auf dem sich die Anwaltschaft der ausgelösten Entwicklung stellen und dabei den Kern der freiberuflichen Struktur erhalten kann.
TT/25.07.2003 ---> Literaturübersichten
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