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Antidumping- und Kartellrecht gehören zu den für die Wirtschaft praktisch wichtigsten Politikbereichen der EG. Sie zielen beide gleichermaßen auf den Schutz der Wettbewerbsordnung der Gemeinschaft. Sie werden in Europa - anders als in den meisten anderen Staaten der Welt - von derselben Behörde, der Europäischen Kommission, durchgesetzt. Dass Antidumping- und Kartellrecht regelmäßig als eng benachbarte Rechtsbereiche aufgefasst werden, wird auch daraus deutlich, dass sie in der Wirtschaftsberatung häufig von ein und denselben Spezialisten betreut werden.
Um so mehr muss es überraschen, dass die beiden Politiken bisher weitgehend unkoordiniert nebeneinander verfolgt werden und noch kaum systematische Untersuchungen über die wechselseitige Beeinflussung dieser Rechtsbereiche vorliegen. So nimmt die Antidumpingpolitik teilweise gravierende wettbewerbsbeschränkende Folgen in Kauf und hat in zahlreichen Fällen die Ziele der Wettbewerbspolitik konterkariert.
Ausgehend von einer Präzisierung der Ratio des Antidumpingrechts, stellt das vorliegende Werk unter Schilderung teilweise spektakulärer Fälle der Verwaltungspraxis von Kommission und Rat die vielfältigen wettbewerbsbeschränkenden Wirkungen der Antidumpingpolitik dar. Es erinnert daran, dass die Wettbewerbsordnung des Vertrages die Antidumpingpolitik rechtlichen Schranken unterwirft. Das Werk liefert ein reiches Argumentationsarsenal für jeden im Schnittbereich dieser Rechtsbereiche tätigen Praktiker.
TT/20.01.2001
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